Joachim Betz

Nach dem Abitur am Leibniz-Gymnasium in Stuttgart-Feuerbach im Jahr 1966 studierte Joachim Betz Politikwissenschaft, Geschichte und Romanistik in Erlangen, Tübingen und Montpellier. Sein Referendariat absolvierte er am Albert-Einstein-Gymnasium in Reutlingen, von wo er 1974 an die Universität Tübingen wechselte um dort am Institut für Politikwissenschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent vielseitig beschäftigt zu sein. Zu den Aufgaben gehörte die Abhaltung von Lehrveranstaltungen, die Mitarbeit an sozialwissenschaftlichen Curricula, das Verfassen von Beiträgen zu Forschungsaufgaben des Instituts und die Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung, während er zeitgleich an seiner Dissertation mit dem Titel „Die Internationalisierung der Entwicklungshilfe“ arbeitete, welche er 1977 erfolgreich abschloss. Joachim Betz blieb zunächst in Tübingen, wurde zum wissenschaftlichen Assistenten ernannt und wirkte als Mitglied des Kleinen Senats der Universität, zugleich übernahm er die Leitung der Medienabteilung des Instituts für Politikwissenschaft. 1981 erfolgte der Umzug nach Hamburg, wo er als Leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Allgemeine Überseeforschung Beiträge zum Forschungsplan des Instituts verfasste und die Koordination der Forschung im Verbund Deutsches Übersee-Institut sowie die Stellvertretung des Direktors zu seinen Aufgaben zählte. Joachim Betz wirkte in den folgenden Jahren als Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg und verantwortete die

Redaktion und Herausgabe des „Jahrbuch Dritte Welt“ bzw. „Neues Jahrbuch Dritte Welt“, ist seit 1984 Mitherausgeber der Vierteljahresschrift „Sicherheit und Frieden“ und verantwortete bis 2005 die Redaktion der Vierteljahresschrift „Nord-Süd aktuell". Joachim Betz war außerdem in den Jahren 1991 bis 1996 Sprecher der Sektion Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). 1993 reichte Herr Betz seine Habilitationsschrift „Agrarische Rohstoffe und Entwicklung" ein. Ein Jahr später erfolgte die Verleihung der Habilitation im Fach Politische Wissenschaft durch den Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg und zum Privatdozenten. Von 1998 bis 2004 war Joachim Betz Mitglied des Entwicklungspolitischen Beirats des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Jahr 2000 wurde Herr Betz zum Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg ernannt. Seit 2007 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GIGA Institut für Asien-Studien, wo er zu den Themen Südasien, Entwicklungsfinanzierung, Verschuldung, Rohstoffe und Nord-Süd-Verhandlungen forscht.

Vortragsbeschreibung

 

Mit der wirtschaftlichen Beschleunigung Indiens geht eine stetige Urbanisierung einher, die Indiens Städte in immer neue Dimensionen wachsen lässt. Die verkehrspolitische Entwicklung eines effizienten Verkehrssystems kann mit diesem Tempo nicht mithalten. Die Städteplaner und Politiker müssen eine Vielzahl an Herausforderungen erkennen, analysieren und entsprechende Lösungen erarbeiten und umsetzen, wenn es in naher Zukunft nicht zu einem kompletten Verkehrskollaps in Indiens Städten kommen soll. Doch wie wird die Verkehrsplanung generell ausgerichtet, wie geht man in den Ministerien die Themen Luftverschmutzung und Stau an? Welche Besonderheiten birgt das Leben auf den Straßen der Stuttgarter Partnerstadt Mumbai? Und kann Mumbai etwas von der Feinstaubstadt Stuttgart lernen? Der Vortrag wird einen Überblick  der indischen Verkehrspolitik geben und am Beispiel Mumbais aufzeigen, welche Herausforderungen und Besonderheiten hier zu bewältigen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden. Ein vergleichender Blick auf Stuttgart soll abschließend die verkehrspolitischen Unterschiede oder auch Gemeinsamkeiten der beiden Partnerstädte aufzeigen